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Effektives Zeitmanagement mit einer Prise Tomate

Eine simple 80er-Jahre-Methode mit einer Küchenuhr in Tomatenform, die mich mehr überzeugt hat als jede Fokus-App.

Björn

Björn 13. August 2025

Es gab diesen einen Dienstag, an dem ich um 16 Uhr auf meinem Rechner sieben offene Tabs, vier angefangene E-Mails und ein Word-Dokument hatte, das ich seit dem Vormittag nicht mehr weitergeschrieben hatte. Nicht, weil die Aufgabe schwer war. Ich bin einfach zwischen allem hin- und hergesprungen, ohne irgendwas wirklich fertigzumachen.

Ein Kollege aus meinem Team hat mir danach die Pomodoro-Technik gezeigt – erfunden in den 80ern von Francesco Cirillo, benannt nach seiner Küchenuhr in Tomatenform. Klingt erstmal albern, funktioniert aber ziemlich gut.

Wie es funktioniert

Man arbeitet in festen Blöcken: 25 Minuten volle Konzentration auf eine Sache, dann 5 Minuten Pause, und nach vier Blöcken eine längere Pause von 15 bis 30 Minuten. Das war's im Grunde schon. Ich hab am Anfang mit den klassischen 25 Minuten angefangen, mittlerweile nehm ich eher 40, weil ich dann seltener aus dem Flow rausgerissen werde. Probier einfach, was für dich passt.

Was den Unterschied gemacht hat

Das Ding, das mich überzeugt hat, war nicht die Theorie, sondern dass ich am Ende des Tages sehen konnte, wie viele Blöcke ich tatsächlich geschafft hab. Vier, fünf Pomodoros an einem Nachmittag, und ich weiß genau, was in der Zeit passiert ist – statt diesem komischen Gefühl, dass der Tag irgendwie weg war.

Ich nutze die Technik mittlerweile für fast alles, was Konzentration braucht: größere Aufgaben bei der Arbeit, die ich sonst vor mir herschiebe, aber auch fürs Lesen abends, wenn ich eigentlich nur zum Handy greifen würde. Als Timer reicht ehrlich gesagt die Uhr vom Handy oder eine einfache Küchenuhr – ich hab's eine Zeit lang mit einer App versucht, aber am Ende brauche ich nicht mehr als einen Countdown und ein akustisches Signal.

Wenn du grad das Gefühl hast, dass dein Tag zerfasert, probier's einfach mal für einen Nachmittag. Timer auf 25, Handy weg, eine Sache. Mehr braucht's am Anfang nicht.

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Björn

Geschrieben von Björn.

Führungskraft. Familienmensch.

Gründer von einfach produktiv.

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