Die 3-Minuten-Morgenroutine, die mir den Tag rettet
Drei Minuten, ein Zettel, kein kompliziertes System – seit ich das mache, starte ich anders in den Tag.

Björn • 20. August 2025

Es gibt Tage, an denen ich mit vollem Kopf aufwache, noch bevor der erste Kaffee überhaupt fertig ist. Handy an: neue Mails. Im Kopf gleichzeitig: Paket abholen nicht vergessen, der Rückruf beim Kunden, ach und heute ist Elternabend. Der Tag fühlt sich an wie ein Sprint, bevor er überhaupt angefangen hat.
Ich mache seit ein paar Monaten eine kleine Sache dagegen, die kaum Zeit kostet: drei Minuten, Stift und Zettel, bevor irgendwas anderes passiert.
Erste Minute: alles raus
Ich schreibe einfach alles auf, was mir grad durch den Kopf geht – Termine, Aufgaben, Dinge, die mich beschäftigen. Ohne zu sortieren. Mein Kopf ist einfach kein guter Speicher, eher wie ein Browser mit zu vielen offenen Tabs, und sobald ich die Sachen aufschreibe, wird's im Kopf spürbar leiser.
Zweite Minute: drei Punkte markieren
Danach kreise ich maximal drei Sachen ein, die heute wirklich passieren müssen. Nicht zehn, drei. Sobald ich versuche, alles gleichzeitig als wichtig zu behandeln, wird am Ende meistens gar nichts richtig fertig.
Dritte Minute: eine Sache, auf die ich mich freu
Zum Schluss schreib ich noch eine Kleinigkeit auf, auf die ich mich freu – ein Kaffee in Ruhe, ein Anruf mit einer Freundin, zehn Minuten lesen vorm Einschlafen. Verschiebt tatsächlich was, so wenig das auch ist: der Tag fühlt sich weniger nach "muss" an.
Neulich, an einem besonders vollen Montag, sah mein Zettel so aus: Präsentation fürs Team-Meeting, Auto tanken, Einkaufsliste, Florian von der Kita abholen, Bauträger anrufen wegen der Fenster. Priorität eins, zwei, drei: Präsentation, Einkaufsliste, Bauträger. Und als kleine Freude: Kaffee am Nachmittag, wirklich ohne Bildschirm.
Am Abend war nicht alles von der Liste weg. Aber die drei wichtigen Sachen waren erledigt, und der Tag hat sich trotzdem gut angefühlt.
Ich mache das mittlerweile direkt nach dem Aufstehen, noch bevor das Handy überhaupt an ist. Auf einem Schmierzettel reicht völlig, es muss nicht schön sein. Und wenn ich's mal vergesse, merk ich's meistens noch am selben Nachmittag daran, dass sich der Tag wieder zerfasert anfühlt.

Geschrieben von Björn.
Führungskraft. Familienmensch.
Gründer von einfach produktiv.


